Sonntag, 13. August 2017

11 Tage Kattegattleden - ein Fisch gehört ins Wasser


Ich freute mich auf den Urlaub. Diesmal sollte es mal was ganz anderes sein.
Etwas was ich noch nie gemacht hatte, was mich noch nie angezogen hatte, aber durch den Impuls meiner Partnerin dann doch zu mir kam und mich erst einmal mit Vorfreude und Aufregung beglückte.

11 Tage Kattegattleden. Eine Radtour an der schwedischen Westküste entlang, die wir in Kopenhagen begannen und in Göteborg beendeten. 438 km hatte ich am Ende auf dem Kilometerzähler.
Ich habe es also geschafft...

Schweden ist schön, keine Frage, viele schöne Momente gab es, so wie immer im Leben, wenn man zurückschaut und der Überblick all die kleinen Highlights aufflammen lässt. Und das ist auch gut so. Aber da war auch der andere Part, der des Fahrradfahrens mit einem 8 Gang Fahrrad, im mittleren Preissegment. Im nach hinein, als nicht wirklich geeignet empfunden, für eine solche Reise, für einen solchen Extremsport, für eine solche Tortur.

Dies ist kein Reisebericht sondern vielmehr die Beschreibung einer Reise zu mir selbst.

Wieder mal wählte ich dafür Schmerz, Entbehrung, Opfer.
Als ob es anders nicht ginge. Komisch nicht wahr?
Ich schreibe diese Geschichte deshalb auf, weil es mir heute – 2 Tage nach der Reise – wie Schuppen von den Augen fällt, für was dieser ganze Urlaub symbolisch steht: er zeigt mir auf, was geschieht, wenn ich nicht das tue, was ich wirklich tun will, wenn ich noch verstrickt bin in irgendwelche angelernte Muster.

Diese meine Muster sind:
  1. Gefallen wollen, um „Liebe“ zu bekommen
  2. Im Außen nach innerer Führung suchen - ein Widerspruch in sich, aber tatsächlich das Dilemma von Millionen Menschen, die nicht erst tief in sich hineinhorchen, bevor sie Handeln.

Und das hatte ich diesmal auch versäumt, einfach weil es anscheinend so viel leichter ist, anderen zu folgen, anstatt mir selbst. Ich lebte damit meine scheinbare Schwäche aus (die Entscheidungsführung braucht) und vergaß dabei, wie viel Kraft ich aufbrachte, mich überhaupt in meiner Schwäche halten zu können.

Denn ich bin stark. Wir sind alle stark. Ausgestattet mit den schöpferischen Kräften unseres Gottes, der möchte, dass wir glücklich sind. Denn nur wenn wir glücklich sind und damit voller Freude für unser Leben brennen, kommen wir in eine Energie, die andere inspirieren kann, ebenfalls richtig zu wählen.

Deshalb ist es so wichtig dem eigenen Herzen zu folgen, das immer genau weiss, was wir brauchen, um in Frieden mit uns zu sein. Denn nur dort - tief in uns- in der Stille und in der Ruhe des inneren Gewahrseins, können wir die Stimme Gottes für uns hören.


Wie konnte das nun also wieder passieren, denn ich weiß es ja eigentlich besser?

Wenn ich nicht weiß was ich will und damit nicht meinem wahrem Sein folge - meiner Stärke durch Gott - dann wähle ich die Führung durch das Außen, anstatt den Ruf Gottes in mir zu folgen.

Es ist allerdings immer wieder atemberaubend, auf welche Weise Gott meine „falschen“ Entscheidungen nutzt, um mir durch plötzliche Erkenntnis zu erklären, dass das ja gar nicht mehr so sein muss.

Ich muss nicht leiden, ich muss mir Gottes Liebe nicht verdienen.
Was es allerdings braucht ist Disziplin. Eine Disziplin immer wieder bewusst die Entscheidung zu treffen, erst das Herz zu befragen, was zu tun ist um dann danach zu handeln. Nur so kann es gelingen, sich aus der Abhängigkeit angelernter, selbstschädigender Muster zu befreien. Sie wandeln sich dann um, in eine freiwillige Abhängigkeit allein von Gott.
Doch auch nur, damit erkannt werden kann, dass nichts anderes Sinn macht.


Was ist also genau passiert?

Ich bin der Schöpfer meines Lebens. Diesmal indem ich dem Wunsch meiner Partnerin nachkam eine Fahrradtour zu machen, die eine solche Art des Reisens liebt, schon oft gelebt hat und damit ihrer Freude folgt.
Die Verantwortung liegt also völlig bei mir, auch wenn die bekannten, gewohnheitsmäßigen Gedanken des Ego, mir was anderes weiß machen wollen.
Doch diese Gedankenspiele habe ich zum Glück als Lüge durchschaut. Ich bin kein Opfer. Es gibt keine Opfer.

Ich wählte also das Ja zu dieser Reise. Ich sah die Begeisterung in den Augen meiner Frau und diese Vorfreude steckte mich an. Ich prüfte nicht, ob ich das auch wirklich wollte, sondern begab mich auf eine Schiene, die nur darauf achtete: Was andere glücklich macht, muss ja auch gut für mich sein. Bedenken wiegelte ich ab.

Damit war wieder der erste Schritt getan, das Glück im Aussen zu suchen, anstatt bei mir zu bleiben und durch mich eine Entscheidung zu treffen.

Kurzum: ich erlitt diese Reise meistens, einfach weil Fahrradfahren in dieser Dimension als Extremsport nicht zu mir passt. Das weiß ich jetzt immerhin ganz sicher.
Die Energie die ich während der Fahrt ausstrahlte war auch für mich oft unerträglich.
Während meine Partnerin diese Reise genoss, (was durch meine bloße Anwesenheit allerdings erschwert wurde, DANKE an dieser Stelle für deine Geduld Bettina!) kroch ich den Weg und die Hügel hinauf und hinab. Oft weinte ich und schimpfte innerlich mit Gott, während meine Oberschenkel und Gesäßteile stundenlangem Schmerz ausgesetzt waren. Ja ich entschuldigte mich sogar bei meinem Körper, weil ich ihm offensichtlich etwas antat, wofür er gar nicht gedacht ist.

Fazit:

Diese Lektion hat gesessen.
Heute morgen beim Duschen, sah ich ganz klar die Parallele dieser Reise, zu meinem ganzen Leben.

Ernüchterung macht sich breit.
Ganz klar liegen nun auch die leeren Versprechungen des Egos vor mir.
Als ich Bilder von der Reise bei Facebook postete, erntete ich Anerkennung und Respekt.
Einen Respekt, der mich jedoch peinlich berührte, weil er mir wie Schmeicheln vorkam.
Ich bekam ihn schließlich für etwas Aufgesetztes, für etwas was ich nicht wirklich bin und liebe.

Ich erkenne: Selbstliebe ist der Anfang. Wähle und folge ich dem Flüstern meines Herzens, dann liebe ich mich selbst. Aber wenn ich nicht hinhöre, kann ich auch nichts hören, sondern lasse mich vielmehr treiben durch die Entscheidungen anderer für mich.

Wenn man sein Leben hindurch leidet, einfach weil man sich nicht – immer wieder! - konsequent die Zeit nimmt, in sich hineinzulauschen, dann fällt es auch schwer, die Schönheit des Lebens wahrzunehmen.
So kann ein Leben zur Hölle, aber auch zum Himmel werden.
Ein Fisch, der ins Wasser gehört, kann nicht mehr atmen, wenn er sich dafür entscheidet an Land zu hüpfen.

Was bleibt ist Frieden. Ich habe mir verziehen.
Schmerz muss nicht sein. Ich kann jetzt neu wählen.
Und ich wähle Dankbarkeit, Freude und Liebe.

Ob ich nochmal Fahrrad fahre? Ja klar, warum nicht.
Immer dann und so weit, wie mein Herz es empfiehlt.



















Freitag, 14. April 2017

Ostern - eine Entscheidung

Ostern
Bunte Eier, Hasen aus Schokolade und Feiertage umgeben mich.
Karfreitag fühlt sich gar nicht so bunt und freudig an.
Stille
Es ist dunkel. In dieser Dunkelheit strecke ich mich aus, weil ich mich erinnere, dass es das Licht gibt. Ich stoße an Steine.
Grabe mich durch die Erde festgetretener Glaubenssätze und alter, destruktiver Gewohnheiten.
Ich sehe sie. Es schmerzt. Was habe ich mir angetan?!
Entscheidung
Es muss einen anderen Weg geben. Ja, ich glaube an das Licht!
Ich vertraue in die Kraft, die ich Gott nenne. Gebe mich hin.
Lasse mich heilen und lieben.
Alles ist gut, denn Gott war schon immer da.
Genau wie jetzt. In diesem Moment.
Gott liebt mich und ich darf wieder spielen gehen.
Und wenn ich hinfalle, dann weiß ich wo es Pflaster gibt.
Vielleicht mit bunten Eiern bedruckt.
Frohe Ostern! 


Donnerstag, 23. März 2017

Die Wunden in Perlen verwandeln...


Das riet schon Hildegard von Bingen.
Es sind 5 Schritte dafür nötig: den Schmerz wahrnehmen, die Wut zulassen, Ereignis objektiv betrachten, zur Vergebung hinstreben und folgernde Handlungen ausführen.

Seit Jahren schon strebe ich nach Spiritualität. Immer schon wollte ich mit diesen ihr innewohnenden Tugenden arbeiten, nach denen ich mich sehne. Sie lehren, empfehlen und leben.

Dabei störten mich oft meine Wunden. Denn sie schmerzen. Und wenn es schmerzt, dann glaube ich meistens, noch nicht soweit zu sein. Noch nicht spirituell genug zu sein. Denn sind spirituelle Menschen nicht glücklich?



Aber es sind gerade meine Wunden, die mich aufbrechen für die Nöte anderer.
Und genau dort sind mein Verständnis und meine Liebe am größten, wo ich echte Berührungspunkte mit anderen habe.

Noch immer tut mir Kritik, Ablehnung und das Übersehen werden sehr weh.
Dieser Schmerz erinnert mich immer daran, dass ich noch ein verwundetes Herz habe.
Dann blicke ich auf mein Herz, schaue tief hinein, sehe die Pflaster, die Risse und Wunden dahinter und tauche dort hinab wo es am heftigsten blutet. Man könnte auch sagen, ich begegne meinen Ängsten.

Und wenn ich dann am Boden der Angst, der blutenden Wunde angekommen bin, dann fühle ich den Boden und er ist dort unten gar nicht mehr so angsterregend. Denn dort begegnet mir Papa. Mein Vater, Gott, Jesus.

Ich frage in die Dunkelheit: Warum tut mir das so weh, was mache ich falsch?
Er sagt dann: Nichts machst du falsch. Und während er spricht wird es hell.

Und dann geschieht die Heilung. Denn in meiner Schwäche, in meiner Wehrlosigkeit ist ER am stärksten.

Heilung heißt aber nicht, dass die Gefühle aufhören.
Heilung bedeutet, dass ich Gott alle Gefühle hinhalte und ihn machen lasse. 
Und wenn ER macht, dann liebt er.
Und wenn ER liebt, dann fühle ich das und alles ist gut. Samt Gefühl.

Und so werde ich heil, weil ich lerne mich zu lieben wie ich bin. Mit all meinen Wunden.
Und wenn eine Wunde geliebt wird, dann ensteht daraus eine Perle.
Es geht also nicht darum perfekt zu werden, sondern darum, zu erkennen, dass ich schon perfekt bin.

Genau so wie ich bin. Und das Gott mich liebt, genau so wie ich bin. 

Samstag, 18. März 2017

Und plötzlich bin ich frei! Über schmerzhafte Verhaltensmuster und ihre Wunder...


Lange habe ich überlegt, ob ich dieses Erlebnis als Blogartikel aufschreibe.
Heute im Gebet hatte ich dann jedoch ganz klar den Impuls dazu..
Diese Geschichte hat mit Schmerz zu tun, beschreibt wahscheinlich das Ende einer kurzen Freundschaft, aber zeigt auch meine Befreiung aus Mustern, deren Aufdeckung eben halt nur im Miteinander geht.
Was bleibt, ist vor allem Dankbarkeit, aber auch ein Seufzer...

Am besten beginne ich, indem ich euch erzähle, welchen Text ich in die deutsche Facebook-Gruppe vom 40 Tages Programm mit Lisa Natoli postete, der so was wie ein Intensivkurs zur Arbeit mit dem Kurs in Wundern ist.

„Eine Freundin hat sich von mir losgesagt. Das tut grad sehr weh. Was passiert ist? Sie hatte einen Unfall, lief gegen einen Schrank und kam ins Krankenhaus. Anstatt Mitgefühl, löste das aber in mir Aggressionen aus. Ich weiß nicht warum, aber sie zog schon immer sehr an mir, mit Erwartungen. Erwartungen, die eine Freundschaft - für sie - eben ausmachen.
Und werden sie nicht erfüllt, dann... . Ja was dann?
Ich sehe Angst, fühle mich schuldig. Bislang habe ich die Erwartungen ja erfüllt, ich mag diese Frau eben, aber Ärger war da schon früher so manches mal. Und jetzt schien es mir, als ob sie Krankheit dafür nutzt um mich an sich "zu ketten".
Aber es ging nicht mehr. Auch wenn im Grunde nur freundliche Worte fielen per SMS, war nicht zu übersehen, dass ich anders reagierte als sonst.
Das scheint eine Schlüsselsituation zu sein, denn diesen Schmerz kenne ich. Davor fürchte ich mich schon immer. Jetzt ist er da.
Und ich bete, wünsche der Freundin alles Gute.
Ich vermute, dass wir jetzt wohl erstmal eine Weile nicht miteinander reden werden und weiß auch nicht, ob ich wieder auf sie zugehen sollte und wenn ja, wie. Ich finde es gerade sehr schwierig, dass ich eben nicht liebevoll reagieren kann, obwohl kranke Menschen doch eigentlich Liebe brauchen!?
Wie entgehe ich diesen Schuldgefühlen? Ich gebe es jetzt an Gott ab, denn ich komme nicht weiter.
Gott liebe du für mich, wenn ich es nicht kann. Amen“

In dieser Situation steckte ich und es fühlte sich nicht gut an. Und so nahm ich diese Angelegenheit mit ins Gebet und legte sie Gott vor. Ich war am Ende meines Lateins, wusste nicht weiter, fühlte nur den Schmerz und wusste, dass das ja aber wohl nicht des Weisheits letzter Schluss sein kann.


Und plötzlich erlebte ich ein Wunder!
Es war nicht das erste mal.
Aber eines, welches ich so krass selten erlebt hatte.
Denn der Schmerz war plötzlich weg! Und nicht nur das. Ich war nicht nur voller Freude sondern erkannte die Verhaltensmuster dahinter, übernahm völlige Verantwortung dafür und wusste plötzlich auch was ich zu tun hatte.

Ganz ehrlich schrieb ich dann meiner Freundin alles auf.
Erzählte von meinem Text den ich in der Gruppe postete, von dem Schmerz und von dem Wunder.
Ich erklärte ihr - noch ganz frisch und voller Begeisterung - meine leuchtenden Erkenntnisse, beschrieb unsere Ego-Muster hinter unserem Verhalten und auch, dass wir die Wahl haben da auszusteigen.
Dass wir dann auch keine Bedingungen mehr stellen müssten an unsere Freundschaft und auch keine Erwartungen mehr erfüllt werden müssten, welche wir vorher mit unserer Freundschaft verknüpft haben.



Alles was ich wusste war, das es gut ist dies zu tun. Welche Ergebnisse dies bringen würde ahnte ich nicht. Ich hoffte wohl aber, dass wir jetzt gemeinsam, freudestrahlend durch die Welt marschieren würden!

Dem war nicht so.

Es kam recht schnell eine Antwort zurück, die mich verstehen liess, das ich meine Erkenntnis in diesem Moment nicht teilen konnte. Ich stieß auf Vorwürfe, Unverständnis und fühlte Schmerz beim Gegenüber und mir wurde klar, das ich mit Kanonen auf Spatzen geschossen hatte.

Es war trotzdem die richtige Entscheidung diese Mail geschrieben zu haben.
Denn sie war ehrlich. Endlich ehrlich!
Und ich fühle mich frei. Sogar die Entscheidung meiner Freundin sich von mir loszusagen, ändert nichts daran, dass ich mich frei fühle. Und diese Freiheit habe ich vor allem ihr zu verdanken, weil ich so erkennen konnte, dass ich immer noch im Außen geliebt werden wollte, ohne mich selbst dabei zu lieben.
Und so ging ich „Deals“ ein, Egodeals - die eines gemein haben: sie leugnen Gefühle des Frieden willens. Des äußeren Frieden willens. Das schloss bei mir inneren Frieden aus.

Und jetzt habe ich inneren Frieden. Und das schließt alles mit ein.
Sogar unerwartete Entscheidungen von Freunden.
Ich wünsche ihr alles Gute. Danke.





Dienstag, 28. Februar 2017

Die rote Gabel - wie anders sein wirkt


Heute gab es wieder so eine Situation im Kindergarten, die mich daran erinnerte,
dass ich ja eine Blog habe um sie einmal schildern zu können.

Wir haben etwa 75 Essenskinder bei uns in der Kita.
Und das Kinderbesteck sieht alles gleich aus - nämlich Silber - wie Metall-Besteck eben aussieht.
Bis, ja bis auf eine Gabel: die hat einen roten Kunststoffgriff.
Wie die zu uns gekommen ist, weiß heute niemand mehr, aber seit ich dort arbeite - das sind jetzt 8 Jahre - gibt es diese rote Gabel.



Die Erzieher haben sie schon so manches mal verflucht, weil sie ja ganz anders aussieht und somit nicht ins Set passt. Aber es ist nun mal so, dass die Kinder den Tisch decken.

Und schon früher fiel mir auf, dass die Kinder diese rote Gabel liebten!
Denn jedes Kind wollte gerne mal mit dieser roten Gabel essen. Und so ist sie seit mindestens 8 Jahren in ständigem, geliebten Gebrauch und hat schon so viele Kinder glücklich gemacht, nämlich immer dann, wenn wieder ein Kind mit dieser Gabel essen durfte.

Warum erzähle ich diese Geschichte? Ist ja eigentlich nix besonderes.

Mich hat diese rote Gabel gerade heute wieder daran erinnert, wie gut es ist anders zu sein.

Das ja auch jeder Mensch anders ist.



Und das jeder Mensch in seinem Anderssein genau heute, genau jetzt Jemand anderen genau deshalb glücklich macht, weil er eben so anders ist in seinem Anderssein.
Und das es Spaß macht dieses Anderssein zu entdecken, zu genießen und zu feiern.

Wir sind nämlich alle etwas Besonderes.

Und das ist so wunderbar, dass ich es heute einmal für erwähnenswert hielt. 

Freitag, 23. Dezember 2016

Was Echt ist, das bleibt


Entweder ist da Angst oder Liebe.
Auf diesen 2 Grundmodi beruht alles und sowohl Angst, als auch Liebe, haben dabei vielerlei Namen.

Oft sind Menschen die Angst haben aggressiv, ruhelos und gestresst.
Menschen in Liebe spüren Ruhe und Frieden, eine souveräne Gelassenheit, egal was auch immer ist oder geschieht.


Bestimmt 90 % meines Lebens - oder mehr - habe ich in Angst verbracht, weil mir bei aller Suche immer die Grundlage der Liebe fehlte.
Diese Grundlage der Liebe ist die Erinnerung daran, wer ich - wer du bist, wer wir in Wahrheit sind: Unverletzbare, liebevolle, göttliche Wesen.
Das ist eine wirkliche, fühlbare Erinnerung.
Und jedesmal wenn ich mich daran erinnere, dann spüre ich Ruhe und Frieden.

Zitieren möchte ich an dieser Stelle passend, eine wichtige Aussage aus dem Kurs in Wundern:
„Nichts Wirkliches kann bedroht werden, nichts Unwirkliches existiert. Hierin liegt der Friede GOTTES!“

Letztlich ist es egal, wie wir dahin kommen, diese Wahrheit anzunehmen.
Das die Menschen Liebe wollen, zeigen mir die vielen Religionen und Weltanschauungen, also die vielen verschiedenen Wege der Menschen, hinstrebend zu dieser Liebe, diesen Frieden Gottes.


Und dieses Wissen hilft mir dabei, vorurteilsfrei und liebevoll auf meine Mitmenschen zu treffen, egal welchen Weg sie auch immer wählen, die EINE Liebe Gottes zu erfahren.
Denn es gibt nur ein: in-Liebe-sein, oder eben den Ruf nach Liebe, den wir Angst nennen.

Der Weg hinaus aus der Angst, führt allerdings nicht über Verurteilung und Schuldzuweisung, sondern über Verständnis, Annahme und Vergebung.

Lasst uns das Fest der Weihnacht nutzen, um in Liebe auf jene zu blicken, die vor lauter Angst: vor lauter Schreien nach Liebe, ihr eigenes Herz nicht mehr hören, nicht mehr fühlen können.
Der Himmel ist da und er bleibt, denn was Echt ist, das bleibt immer.

Alles ist gut.




Donnerstag, 8. Dezember 2016

Über geplatzte Erwartungen... und zack glücklich!

So manche Erwartung die wir an unsere Mitmenschen stellen läuft ja mitunter unbewusst ab, kann aber im nachhinein trotzdem für Kummer, Enttäuschungen oder sogar Streit und Schlimmeres sorgen, wenn wir da nicht einmal genau hinschauen.
Denn ich habe ja immer die Wahl: Will ich leiden oder glücklich sein? Wähle ich Groll oder Liebe?



Hier deshalb einfach mal ein praktisches Beispiel aus meinem Leben:

Neulich war ich bei meiner Freundin.
Ach, was hab ich mich auf das Wochenende mit ihr gefreut!
Wo wir uns ja auch nur am Wochenende sehen.
Da kommt es dann unter der Woche schon zu Erwartungen und Vorstellungen, wie denn das Wochenende sein wird, mit dem geliebten Menschen an meiner Seite.

Als ich am Samstag nachmittag dann auf meine Frage: „Und was gibt es heute noch Leckeres?“ - denn es gab ja immer was Leckeres -, die unerwartete Antwort erhielt: „Ach, da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht.“ - durchzuckte mich ein schmerzhafter Stich.
Ich dachte dabei: “Wie jetzt? Nix zum Essen geplant, nichts vorbereitet, nichts eingekauft? Wo ich doch immer was Schönes für uns mache, plane und einkaufe wenn sie bei mir ist!“
Innerlich schmollte ich, fühlte mich ungeliebt und das tat weh!
Früher hätte ich dann vielleicht bei nächster Gelegenheit mit gleicher Münze bezahlt, aber das solche „Racheaktionen“ weder Sinn, noch glücklich machten, wusste ich ja nun.
Und Unglücklichsein will ich einfach nicht mehr entscheiden.



Also blieb mir nichts anderes übrig, als wieder einmal genau hinzuschauen, wie es denn zu meiner Enttäuschung kam.

Ent-Täuschung also. Die Täuschung war nun weg und damit eine Chance da, die Wahrheit anzugucken.
Ich war tatsächlich wieder in die Falle des Gewohnheitsrechts getappt und hatte geglaubt, dass es mir zu stünde, das zu bekommen, was ich gewohnt bin. Und ich hatte wiederum meine Gewohnheit - die der Freude an der Essensplanung -, auf meine Freundin übertragen. Es ihr damit übergestülpt als: „So hat das zu sein, weil das ist Liebe!“ - Gesetz.
Was für ein Quatsch!

Diese blöden Gewohnheiten, sind aber auch tricky! Sie ziehen uns so in die Vergangenheit. Weg vom Hier und Jetzt. Sie lähmen uns und machen uns zu Marionetten des Vergangenen, wenn wir nicht aufpassen wie ein Luchs.


Zum Glück kann ich entscheiden, wie ich auf Situationen - die mir begegnen - reagiere.
Verstehe ich ein Verhalten als Angriff, also als tätigen Akt der Lieblosigkeit oder wähle ich Verständnis und fließt damit Liebe zu meiner Frau, die diesmal einfach nicht daran gedacht hatte etwas zu Essen vorzubereiten?

Also ehrlich: Wenn Liebe fliesst, gehts mir besser!


P.S.: Und zu essen worauf man spontan gerade Lust hat, es gemeinsam einzukaufen und zu kochen, macht einfach nur Spaß! So wurde diese Situation sogar noch in doppelter Hinsicht zu einem Geschenk: Ich bekam erstens mein Lieblingsessen und durfte zweitens erkennen, wo noch alte Denkmuster (ist ja auch nur eine Gewohnheit) nach mir greifen wollten. Und wieder zack: Glücklich! 

Mittwoch, 31. August 2016

Der neue Film ist fertig: Die wahren Ursachen von Burnout

Es gibt Neuigkeiten aus dem Leuchtturm voller Engel.
Während und nach meinem Burnout, habe ich viel gelernt und festgestellt, dass ich die Verbindung zu mir selbst verloren hatte und in dem Burnout nun eine riesige Chance lag, mir wieder näher zu kommen und auszubrechen aus dem marionettenhaftem Funktionieren wollen und müssen.

So traute ich mich auch erstmals Gefühlen nachzugeben, die mir zeigten, dass ich Frauen mochte. Seit über 3 Monaten bin ich nun in eine Frau verliebt und es ist einfach spannend und wunderschön!
Viele Ängste haben sich gelegt, ich bin glücklich und freue mich auf mein Leben voller Vertrauen auf Gott.

Und wer mich kennt, der weiß, das ich meist meine Erkenntnisse in Filmen darbiete, in der Hoffnung, dass Menschen mit ähnlichen Wegen daraus irgendeinen Nutzen ziehen können. Und hier ist er nun, der neue Film über die (für mich) wahren Ursachen von Burnout,

Viel Freude beim Gucken!

Mittwoch, 11. Mai 2016

Der neue Film ist fertig: Was hat Stress mit Burnout zu tun

Im 1sten Teil des neuen Dreiteiers ging es darum erstmal zu erklären was Stress überhaupt ist.
Im nun neuen 2 Teil erkläre ich, in welchem Zusammenhang Stress mit Burnout steht.

Das war mir deshalb wichtig, weil ich oft höre und lese, dass Stress als Hauptursache von Burnout angesehen wird. Und deshalb führen die meisten Strategien lediglich dahin, Stress vermeiden zu wollen.



Dies ist für mich am Ziel vorbeischießend, weil damit die wahren Ursachen, warum wir Stress nicht mehr so gut ab können, umgangen werden.

In meinem Burnout erging es mir so, dass ich immer weniger Kraft hatte, daraufhin immer weniger tat, um mich zu schonen und es doch nicht besser wurde. Am Ende stresste mich alleine der Gedanke den Tag irgendwie rumkriegen zu müssen. 
Fatal! Burnout und Depression liegen hier sehr dicht beieinander.

Was ich für mich daraus gelernt habe, zeige ich wie immer in meinen selbst gezeichneten Filmen. 


Neben Erfahrungen in Therapien und Auszeiten, fließt auch das gelernte und erfahrene Wissen aus den Büchern von Mirjam Prieß mit ein, die folgende 3 Bücher dazu geschrieben hat.

1. Burnout kommt nicht nur von Stress
2. Finde zu dir selbst zurück
3. Resilienz

Alle 3 Bücher möchte ich hiermit empfehlen, sie haben mir sehr geholfen.

Und nun viel Spaß beim Anschauen des Filmes: 

Dienstag, 26. April 2016

Was ist Stress und wann ensteht er? - Der erste Film ist fertig!

Endlich ist der erste Teil fertig - nach 2 monatiger Arbeit!

Ich habe lange überlegt, ob es diesen ersten Teil braucht, denn ich habe sehr gute Filme über Stress bereits bei YouTube entdeckt. Und doch gibt es Unterschiede:

Während ich die körperlichen Symptome nur kurz erwähne und eher aufzeigen möchte bei welchem Verhalten Stress genau entsteht, heben andere Youtubefilme über Stress, die ich gesehen habe, eher detailliert die Auswirkungen des Körpers bei Stress hervor.

Das war für mich Grund genug diesen ersten Teil, wie er jetzt ist mit anderem Schwerpunkt, zu machen.


Der 2te Teil des Dreiteilers heißt: Was hat Stress mit Burnout zu tun und im dritten Teil kommen wir zur wichtigen Frage: Was sind die wahren Ursachen von Burnout.

Freut euch drauf! Ich arbeite bereits am zweiten Teil.
Und: wenn ihr gleich kostenlos meinen Kanal abonniert verpasst ihr keine Folge mehr!

Und hier nun der Link - viel Spaß beim Gucken!